Sweets for my Sweet – süsses Weinviertel

Mit ruhiger Hand, höchster Patisseriekunst und Fingerspitzengefühl entstehen im Weinviertel süße Kreationen vom Feinsten.

Die väterliche Bäckerei in Obersulz wollte Roman Kronberger nicht übernehmen. Zu hoch waren die Auflagen, zu gering die Nachfrage im kleinen Weinviertler Dorf. In der Ideenbäckerei Geier lernte er seine Birgit kennen und als diese sich den langgehegten Wunsch eines Amerikaaufenthalts erfüllte, reiste der gelernte Konditor über den großen Teich, um sie zu besuchen. Wie es mit der Bestimmung oft so ist, hatte Birgit Kronberger in der Nähe von Washington einen Job in einer großen Bäckerei ergattert und der neugierige Patissier arbeitete hier einen Tag lang mit, um neue Eindrücke zu gewinnen. Aus dem Probetag wurde ein ganzes Jahr und so verbrachte das süße Paar hier eine wunderschöne gemeinsame Zeit. Nach Ablauf der Arbeitsbewilligung kehrten die  beiden zurück in die Heimat, wo sie sich mit einer Cupcake-Manufaktur selbstständig machten. Heute ist ›backe backe Kuchen‹ weit über die Region hinaus für Cupcakes, Cookies und besondere Tortenkreationen bekannt.

Roman Kronberger fertigt Torten für alle Anlässe nach den Wünschen und Vorstellungen seiner Kunden, wobei der Einfluss amerikanischer und englischer Kunstwerke spürbar ist. Als wir ihn in seiner Backstube in Obersulz besuchten, bekam eine opulente Hochzeitstorte gerade ihren letzten Schliff. »Sehr beliebt ist die Kombination aus Hochzeitstorten und dazupassenden Cupcakes und Minitörtchen«, erzählt Birgit Kronberger, die die Administration im Betrieb übernommen hat und sich auch schon mal erfolgreich an einem Marzipankunstwerk, wie dem Baby für eine Tauftorte (Foto), versucht. Eine große Auswahl an Cupcakes, Cookies Kuchen und Torten bekommt man hier jederzeit auf Bestellung, am 20. September gibt es erstmals ein Open House zum Kennenlernen, Naschen, Ausprobieren und natürlich zum Einkaufen. (Kronberger e.U., Obersulz 24, www.backebackekuchen.at).

Auch Sabine Brabec hat sich schon in jungen Jahren ganz und gar dem süßen Kunsthandwerk verschrieben und die Patisserie von der Pike in der renommierten Wiener Konditorei Demel & Söhne erlernt. Weitere Erfahrungen sammelte sie danach in der Schweiz und in der Wiener Schokoladenmanufaktur Leschanz.

Nach der Karenzzeit stieg die zweifache Gewinnerin des Zuckerbäcker-Awards wieder Teilzeit ins süße Gewerbe bei Demel ein, doch die Fahrtzeit von Mistelbach nach Wien wurde zunehmend belastender und damit der Wunsch nach einer eigenen Werkstätte immer dringender.

2009 war es dann soweit – Sabine Brabec eröffnete stolz im Keller ihres Wohnhauses ihre eigene Backstube, was das Familienleben deutlich vereinfachte. »Natürlich hat das Vor- und Nachteile, wenn man im eigenen Haus arbeitet, aber mit Familie überwiegen für mich die Vorteile eindeutig. Und letztlich macht es mich enorm flexibel«, so die sympathische Tortenkünstlerin, die nun – sechs erfolgreiche Jahre später – nebenan gerade ein neues Betriebsgebäude errichtet. »Die Nachfrage ist groß und alleine einfach nicht mehr zu schaffen. Seit kurzem habe ich eine Mitarbeiterin, was unsere Produktivität erhöht und nun brauchen wir einfach mehr Platz«, strahlt sie, glücklich darüber, wie gut ihre Patisserie ankommt. Sabine Brabec hat sich auf Torten aller Art spezialisiert und bäckt ebenfalls ganz auf Wunsch der Kunden, wobei sie sehr gerne im angesagten Vintage-Stil arbeitet, wie das Foto (oben rechts) eindrucksvoll beweist. Dabei kommen ganz nach Kundenvorstellung edle Satin- oder Samtbänder, echte Blüten passend zur Hochzeitsdekoration oder elegante Zuckerperlen zum dekorativen Einsatz …

Lesen Sie den ganzen Artikel in der Herbstausgabe der Wein4tlerin

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