Alfa Romeo 4C: Es ist angerichtet!

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Im Fall des neuen Alfa Romeo 4C trifft dies allerdings nicht zu. Denn hier beginnt die wahre Freude mit dem Starten des Motors …

Ein Motor, den wir ansatzweise schon von der ›kleinen Schwester‹ Giulietta Quadrifoglio Verde kennen. Selbiger liefert beim 4C aus 1.750 cm3 turboaufgeladenem Hubraum 241 PS, die gepaart mit der speziellen Leichtbauweise aus Verbundwerkstoffen, Aluminium und Carbonfasern ein Verhältnis Gewicht zu Leistung von knapp vier Kilo pro PS ergibt. Ein Wert, den auch der Porsche 911 bietet, und dennoch hat der Alfa 4C im Sprint von 0 auf 100 km/h mit 4,5 Sekunden die Nase vorne.

Die Lage des Motors – als Mittelmotor verbaut – sorgt für eine extrem gut verteilte Gewichtsbalance und ist für den Wegfall des langen Antriebsstranges zur antreibenden Hinterachse verantwortlich. Okay – es gibt daraus auch kleine Nachteile, wie etwa die ›Größe‹ des Kofferraums. Oder besser gesagt des hinteren Handschuhfachs. Aber als echter Sportwagen-Fan fällt mir da auch gleich ein Vorteil für den Alltagsgebrauch ein. Ab in den Supermarkt, Fertigprodukt gekauft und in den Kofferraum. Durch die Abwärme des Motors ist zu Hause angekommen das Essen bereits angerichtet. So viel Spaß kann Kochen machen!

Hat man einmal im Inneren Platz genommen, vergisst man sofort die Notwendigkeit der schon vertrauten elektronischen Komfortelemente aus unseren Alltagsautos. Alles was nötig ist, wurde hier kompakt platziert, gut in Griffweite, alles Unnötige wurde gleich mal zur Gewichtsreduzierung weggelassen. Wir brauchen kein Start/Stop-System, denn wir haben gar nicht vor, zu stoppen. Wir brauchen keine großartige Audioanlage, denn wir hören den Sound des Mittelmotors unmittelbar hinter uns und wir brauchen keine Ablageflächen, denn es würde sowieso nur alles im Cockpit herumfliegen.

Was wir brauchen, ist vorhanden: sportliche Sitze mit gutem Seitenhalt und ein Race-Modus, der dem passionierten Fahrer die Kontrolle über den 4C überträgt. Was wir noch brauchen ist ein Doppelkupplungsgetriebe, das die Gänge hineinpeitscht, wie wir es selbst nie schaffen würden.

Alles in allem eine beeindruckende Leistung des Alfa Romeo 4C, bei dem sich Alfa endlich wieder seiner alten Tugenden besonnen hat, die man gerne auf die nächste Rundstrecke ausführen möchte, um einmal so richtig die Post abgehen zu lassen.

Autotest von René Dippold | Testwagen von Autohaus Wiesenthal & Reiss

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