Agnes Minkowitsch: Ihr Auftritt bitte!

Die Mannersdorfer Jung-Winzerin ist als erste Frau für die Schlossquadrat-Trophy nominiert. Aber für Agnes Minkowitsch wird es wohl insgesamt ein aufregendes Jahr werden …

In diesem jahr werden viele Augen auf die junge Winzerin Agnes Minkowitsch gerichtet sein. Ist sie doch nicht nur als erste Frau für die begehrte Schlossquadrat-Trophy nominiert, mit der aufstrebende junge Winzer ausgezeichnet werden. auch ihre Hochzeit ist heuer geplant. Ein wahres Dreamteam an Expertinnen für Style und Styling hat der Weinviertlerin gezeigt, wie sie ihre Schönheit voll zur Geltung bringen kann. Mit Erfolg!

Starke Frauen sind in der Familie Minkowitsch nichts Ungewöhnliches.

Schon Papa Josef Minkowitsch durfte das erleben. Er hat das Mannersdorfer Weingut von seinen Eltern übernommen hatte und wie sie einst Fasswein produziert. Jedenfalls bis Gattin Jutta die Szene betrat und ihn nicht nur anspornte, Qualitätswein in die Flaschen zu füllen, sondern sich auch gleich intensiv um dessen Vermarktung kümmerte. Mit einer gehörigen Portion guter Laune, Weinviertler Charme, aber ebenso resolut, wo nötig, machte Jutta Minkowitsch den Namen zur Marke, die heute weit über die Region hinaus bekannt ist.

So sah man es im Hause Minkowitsch beileibe nicht als Nachteil, als Töchterchen Agnes zur Welt kam. Denn längst wusste man hier über die Kraft der Frauen nur allzugut Bescheid. Jutta lacht heute: „Oft sagen Leute zu mir, dass es eigentlich schade ist, dass wir keinen Sohn haben. Da kann ich nur lachen. Immerhin können wir uns unseren (Schwieger)sohn aussuchen!” Was übrigens schon geschehen ist. Denn heuer im Sommer soll im Hause Minkowitsch Hochzeit gefeiert werden. Kein geringerer als Lukas Lehner vom Weingut Lehner in Velm-Götzendorf ist der Glückliche, der Agnes Minkowitsch heuer vor den Altar führen darf. Kleine Pikanterie am Rande: „Lukas hat im Vorjahr die Schlossquadrat-Trophy gewonnen!”, grinst Agnes und freut sich somit doppelt über die Nominierung, die sogar ihren Verlobten aus der Jury ausschließt, damit alles seine Ordnung hat.

Mehr Zusammenhang gibt es im Hinblick auf die begehrte Jungwinzertrophäe aber auch schon nicht mehr. Denn ihre Nennung verdankt Agnes Minkowitsch alleine ihrem eigenen Geschick köstliche Weine zu keltern, wovon auch die zahlreichen Auszeichnungen der letzten Jahre an den Wänden des Heurigen am Rochusberg erzählen. Aufgewachsen quasi im Weinkeller, hat Agnes naturgemäß die Weinbauschule in Klosterneuburg absolviert und anschließend noch erfolgreich internationales Weinmarketing studiert. Dass das Gebiet um Mannersdorf bei den Weinviertler Weinregionen nicht ganz so im Mittelpunkt steht wie andere Weingegenden, stört sie schon ein wenig, denn „wir produzieren hier ganz großartige Weine.”

Das wiederum liegt vor allem am lokalen Klima, das im Westen mit einer bewaldeten Hügelkette vor kalten Winden schützt, im Süden und Osten wird die Region hingegen von warmen Windströmungen aus der pannonischen Tiefebene weinfreundlich versorgt. Die nahen Marchauen und die tiefgründigen Lehm-Löss-Böden begünstigen die Reife von Weiß- und Rotweinen noch weiter. So ist auch das Repertoire am Weingut Minkowitsch groß: Neben dem Weinviertel Klassiker, Grüner Veltliner, werden hier auch Chardonnay, Weißburgunder, Welschriesling und Rheinriesling gekeltert und samtweiche Rotweine wie Zweigelt, Blauburger und der eher seltene Rösler vinifiziert. Dass Agnes viel vom Weinmachen versteht, hat man ihr schon 2013 attestiert, als Sie beim Newcomer-Award, den die  HBLA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg mit dem Sankt Urbanus Weinritter Ordenskollegium ins Leben gerufen hatte, mit ihrem Weinviertel DAC und dem Chardonnay gleich mal den ersten und zweiten Platz abräumte. AWC-Auszeichnungen, SALON-Prämierungen, Aufnahme im Kreis der Besten folgten – die Liste der Belobigungen ist bereits lange.

Aktuell fiebert Agnes Minkowitsch nun der Schlossquadrat-Trophy entgegen, die heuer bereits zum sechsten Mal vergeben wird. In Kooperation mit dem SALON Österreich Wein wurde die Initiative vom Wiener Schlossquadrat als Plattform für ambitionierten Winzernachwuchs ins Leben gerufen. Unter den diesjährigen sechs ausgewählten Jungwinzern ist Agnes Minkowitsch als erste Frau nominiert. Eine Fachjury aus Winzern, Sommeliers und Weinjournalisten wird unter den sechs Finalisten im Mai den Gewinner oder die Gewinnerin ermitteln. Eine gute Gelegenheit also, nicht nur die aufstrebende, junge Powerfrau vorzustellen, sondern sie mit einem tollen Expertenteam auf die mediale Aufmerksamkeit vorzubereiten, die der jungen Winzerin wohl heuer noch bevorstehen wird.

TYP, STIL & IMAGE

Eine angesehene Expertin auf dem Gebiet der perfekten Selbst-Präsentation ist Image-Consultant Birgit Streibel, die mit ihrem Gänserndorfer Unternehmen Style imPuls weit mehr bewegt, als „nur” das passende Farbprofil für Menschen herauszuarbeiten. Tipps zur perfekten Garderobe, aber auch zu Mimik, Gestik, Haltung bis hin zum korrekten Auftreten heben das Selbstwertgefühl und steigern die Erfolgschancen in Berufs- und Privatleben.

Für Agnes Minkowitsch hat Birgit Streibel erst einmal die Farben ermittelt, die der Powerwinzerin am besten passen. „Mit mittelheller Pigmentierung und zugleich kühlem und warmem Kolorit sollten ihre bevorzugten Farben von satter Leuchtkraft sein, wie etwa Zyklam, Korallenrot, Mittelblau und Petrol. Je nach Anlass, lassen sich hier die besten Farbnoten wählen. Für die Bühne darf es da durchaus die starke Dynamik von Rottönen sein, im Business-Bereich sind oft gedämpftere Töne wie Flieder, ein mildes Aubergine oder ein zartes Blauviolett zu bevorzugen.” Vermeiden sollte die Jungwinzerin grelle Farben und gelbstichige Noten wie Orange, Dottergelb, Kupfer oder Rost.

SPORTIV & STRAHLEND

Grundsätzlich rät die Expertin Agnes Minkowitsch zum lockeren, unstrukturierten Look, der die Figur umspielen darf. Optimal betont werden die Proportionen mit einem losen Schal oder einer Kette, wobei Silber- gegenüber Goldschmuck zu bevorzugen ist. Ihre schmale Taille kann gut durch auffällige Gürtel betont werden. Die rote Bluse, die Agnes zum Strahlen bringt, passt gut zu Jeans im sportlichen Look. Der lässige Ausschnitt kann auch mit einem geschlungenen Schal kombiniert werden. Mit einem körperbetonten Blazer getragen, passt die Bluse aber auch gut zum erfrischenden Business-Outfit und strahlt Dynamik aus. Die Raffung an den Ärmeln des Blazers betont die Schulterpartie günstig und gibt dem Look zusätzlichen Charme.

Schmuck kann Agnes gut als Eyecatcher einsetzen, die silbernen Ketten harmonieren perfekt mit ihrem Teint, die Kombination mit den kleinen Perlen geben dem Businesslook Klasse ohne dabei altbacken zu wirken.

Aber nicht nur strahlendes Rot steht der Winzerin gut – die angesagten Pastelltöne, wie das zarte Rosé der Spitzenbluse betonen ihre feminine Ausstrahlung. Mit dem edlen Ledergürtel kann die schlanke Taille gut hervorgehoben werden. Egal ob Spitze oder Leo-Look – das zarte Rosa schmeichelt der jungen Weinviertlerin sehr.

KLEINE PROVOKATION

„Eine provokante Person kommt nicht, sie erscheint!”, so Birgit Streibel, die für den großen Bühnenauftritt ein Outfit mit Wow-Effekt empfiehlt. Das Kleid von Rinascimento ist ein solcher Hingucker, der gleich mehrere Stilrichtungen miteinander vereint. Das klassische Etuikleid wird durch den Mustermix, der die perfekten Farben für Agnes Minkowitsch mit elegantem Schwarz geschickt vereint, zum detailgetreuen Hingucker. Spitzeneinsatz und Strassbesatz versprühen einen Schuss Gewagtheit. Der trendige Style verrät Extravaganz, Modebewusstsein und Selbstsicherheit. So wird garantiert niemand übersehen!

Agnes Minkowitsch gefällt sich gut in der Rolle als strahlendes Fotomodell und genießt das Fotoshooting in vollen Zügen. Dass sie verschnupft war, ist ihr auf keinem der Fotos anzusehen, ein weiteres Zeichen dafür, wie großartig sich Frauen in der passenden Garderobe fühlen.

Wir drücken jedenfalls schon jetzt fest die Daumen für die Schlossquadrat-Trophy und ein rauschendes Hochzeitsfest an einem regenfreien Sommertag …

Make-up: Nadie Pajaziti | Frisur: Susanne Pallan

Coverstory, Wein4tlerIn Frühling 2015
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